Ein kompakter Überblick über ein Jahr des Wandels: mit neuer Betriebsleitung, geschärfter strategischer Ausrichtung und zahlreichen Projekten für eine digitalere, sicherere und serviceorientiertere Stadt Essen.
Neue Betriebsleitung und strategische Neuausrichtung
Zum Juni 2024 übernahm Daniel Krisch die Betriebsleitung von Siegfried Grabenkamp, der in den Ruhestand ging. Sein Fokus liegt auf Effizienz, Kundennähe und der Weiterentwicklung interner Strukturen. Eine Organisationsanalyse mit MINDEIGHT und eine breit getragene Mitarbeitendenbefragung lieferten dafür wichtige Impulse.
Compliance und IT-Sicherheit
Informationssicherheit blieb 2024 zentrale Leitlinie: Das ISMS wurde nach ISO 27001:2013 auditiert (Re-Zertifizierung auf 2022 in Vorbereitung), das interne Kontrollsystem nach IDW PS 951 bestätigt und ein Business Continuity Management aufgebaut. Awareness-Trainings, Phishing-Simulationen sowie neue IT- und Security-Boards stärkten zusätzlich die Cyberresilienz.
Modernes Projektmanagement
Über das 2023 gegründete Projektmanagement-Office führte das ESH 2024 die Open-Source-Software OpenProject konzernweit als Standard ein – für einheitliches, standortunabhängiges und agiles Arbeiten.
Kundennähe und Service
Bei zwei gut besuchten Kundenforen im April und Oktober stand der direkte Austausch im Mittelpunkt. Das IT-Serviceportal wurde auf Basis von Omnitracker modernisiert und wird mit über 123.000 Anfragen pro Jahr den gestiegenen Anforderungen gerecht; ein neues Bestellsystem sicherte trotz Lieferengpässen die Geräteversorgung.
IT-Arbeitsplätze auf neuestem Stand
Im Dezember 2024 startete der Rollout von Windows 11, auch an den Essener Schulen. Über NVIDIA GRID stellen wir grafikintensive Anwendungen per Citrix bereit, per WebRTC steht eine moderne Telefonie über Browser und App zur Verfügung, und das Dokumentenmanagementsystem läuft seit November als Webclient d.3one.
Applikationsmanagement: Einstieg in SAP S/4HANA
Mit dem Einstieg in SAP S/4HANA und der Brückentechnologie H4S4 begann 2024 der Übergang in eine neue SAP-Welt. Ein Vorprojekt bereitet die zukunftsfähige Neuimplementierung gemeinsam mit den Kundinnen und Kunden vor.
Digitale Services für Bürgerinnen und Bürger
Für „Grün und Gruga“ führte das ESH ein neues Eintrittskarten- und Kassensystem mit Online-Buchung ein. In den Bürgerämtern wurden über 83.600 Termine gebucht – 80 Prozent der Besucherinnen und Besucher warteten maximal fünf Minuten.
Leistungsfähige und sichere IT-Infrastruktur
2024 migrierte das ESH die zentrale Speicherlösung auf redundante HPE-Alletra-Systeme, baute die Kubernetes-Umgebung aus und rüstete den Backbone im Rechenzentrum von 10 auf 100 GBit/s auf. Mit 544 Standorten und rund 650 Kilometern Glasfaser bildet diese Infrastruktur das Rückgrat einer digitalen Stadt.
Starkes Team, gelebte Vielfalt
Trotz Fachkräftemangel besetzte das ESH 2024 zahlreiche Stellen und stärkte die eigene Ausbildung. Über 300 Mitarbeitende aus zehn Nationalitäten, mehr als 30 Neuzugänge, ein neuer LinkedIn-Kanal und eine Mitarbeitendenbefragung mit hoher Beteiligung prägten ein starkes Teamjahr.
Solide wirtschaftliche Entwicklung
Das ESH schloss 2024 mit einem Jahresüberschuss von rund 1,9 Millionen Euro ab, der vollständig an die Stadt Essen abgeführt wird. Die Umsatzerlöse stiegen deutlich von 63,2 auf 73,5 Millionen Euro.
Ausblick
2025 treiben wir den Windows-11-Rollout und die SAP-S/4HANA-Migration voran, bereiten die Re-Zertifizierung nach ISO 27001:2022 vor, entwickeln eine Microsoft-365-Strategie und unterstützen die FISU World University Games 2025 in Essen.