Archiv 2008

Abschied vom Großrechner

August 2008

Über 45 Jahre begleiteten mehrere Generationen Großrechner der IBM die Datenverarbeitung der Stadt Essen. Gegen 15.35 Uhr am 18.08.2008 war es dann soweit.

Die letzten verbliebenen Systeme wie die Jobsteuerungs-Software OPC, das Datenbanksystem IMS und Jobverwaltungsysteme der Fa. BETA Systems wurden durch einen Mitarbeiter der Produktionssteuerung abgeschaltet.

Bereits in den 1990'er Jahren traf der Rat der Stadt Essen die Basisentscheidung, als zukünftigen Standard die Client-Server-Technologie einzusetzen.

Dem Outsourcing des Rechners zur RWE AG folgte später das Einfrieren des Betriebssystemstandes als weiterer Schritt in Richtung Ablösung. Die Systemadministration erfolgte durch hiesige Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit den Firmen RWE AG und IBM.

Große Verfahren wie die Personalabrechnung, das Sozialwesen und das Einwohnerwesen wurden in komplexen Projekten auf andere Rechnerebenen portiert. Besonders umfangreich gestaltete sich die Überführung des Finanzwesens, da gleichzeitig die Umstellung auf NKF erfolgte.

Nicht unerheblichen Aufwand erforderte die revisionssichere Erhaltung der Altdaten in enger Zusammenarbeit mit den Fachbereichen.

Herr Kretschmann, Abteilungsleiter Systeme und Netze, verfolgt gespannt das Abschalten des Großrechners durch Erich Keysers

 

Weltbank besucht Essener Systemhaus

Juni 2008

Argentinien kooperiert mit der Weltbank zum Aufbau von Infrastruktur, speziell bei der nationalen Sozialversicherungsverwaltung. Einer Delegation der Administratión Nacional de la Seguridad Social, kurz: ANSES, und der Weltbank wurde das ESH als Modell für SAP-Anwendungen empfohlen.

In rund zwei Stunden stellte das ESH zum Thema Enterprise Resource Planning die installierten Module sowie die dazugehörige Implementierungsstrategie vor.

Die Lösungsstrategien bei:

  • Problemen während der Implementierung
  • der Kompatibilität mit Altsystemen
  • dem Projektmanagement und
  • der Mentalitäts- bzw. Verhaltenswandel der Beschäftigten

standen im besonderen Focus der Delegation.

Sehr beeindruckt ob der Vielfalt und Komplexität der SAP-Anwendungen für nur eine, wenn auch große, Stadt ergaben sich spontan Hochrechnungen auf die Übertragung für 16 Millionen Kunden von ANSES. Der Besuch trägt dazu bei, wichtige Erfahrungen in der praktischen Umsetzung nach Lateinamerika zu übermitteln.

Mit Stolz vernahm das ESH, es sei "am weitesten voraus in der Zeit", so Pablo Fontdevila, Direktor für Systeme und Telekommunikation bei ANSES.

von links nach rechts: Luis A. Capua, Michael Koziorowski, Katya Soledad, Uwe Hesse, Ezequiel Lo Valvo, Dr. Frank Block, Dr. Kathrin Plangemann, Pablo Fontdevila im Informationsgespräch. Foto von Peter Prengel, Stadtbildstelle.

 

Portfolioerweiterung im ESH: Telekommunikation

April 2008

Seit dem 01. April 2008 werden alle Aufgaben und Maßnahmen der städtischen Telekommunikation zentral durch das ESH erbracht. Von A wie Anschaffung über F wie Funktionsänderungen bis Z wie Zubehör werden alle Prozesse aus einer Hand abgewickelt.

Das ESH ist sowohl im Bereich von Planung und konzeptioneller Weiterentwicklung als auch für die Einrichtung und Wartung von Telefonanlagen und Faxgeräten, das Bereitstellen von Ersatzteilen und Zubehör sowie der Bearbeitung von Störungen und Problemen im Bereicht der Telefonie und des Faxens zentraler Ansprechpartner.

 

Wegweiserkataster

Februar 2008

Das ESH entwickelte für das kommunale Verkehrs- und Baustellenmanagement eine Webanwendung, die im städtischen GIS-Portal die Standorte von Hinweisschildern im Stadtgebiet der Stadt Essen nach unterschiedlichen Merkmalen darstellt. Ein wesentliches Ziel dabei ist es, qualifizierte Entscheidungen zur Ausschilderung von Sehenswürdigkeiten, insbesondere im Zusammenhang mit dem zu erwartenden Tourismus im Rahmen "Kulturhauptstadt 2010", zu treffen.

Hierzu wurden alle Hinweisschilder im gesamten Stadtgebiet katalogisiert, fotografiert, georeferenziert, mit verschiedenen Sachdaten ergänzt und mit dem Produkt "Oracle Multimedia" gespeichert.

Ein Vorteil dieser Datenhaltung besteht darin, dass hierdurch ermöglicht wird, auch die Fotos der Schilder in der Datenbank zu speichern und zusätzlich Transformationen durchführen zu lassen. So wird z.B. beim Speichern eines Bildes automatisch ein "Thumbnail" (kleinere Version eines Bildes zur Voransicht) generiert.

Da die Bilder durch die Datenbank verwaltet werden, ist zudem die Datenkonsistenz sichergestellt. Die komfortable Pflege, Fortführung und Auswertung dieser Daten ist selbstverständlich integrierter Bestandteil dieser browserbasierten Anwendung.